Containerschiffmarkt

Welthafenkonferenz in Hamburg

Eine ganze Woche, vom 1. bis zum 5. Juni, war Hamburg Gastgeber der Welthafenkonferenz (IAPH – International Association of Ports and Harbors) und begrüßte Hafenchefs, Reeder, Politiker, Wissenschaftler und Manager maritimer Betriebe aus aller Welt. Diese treffen in regelmäßigen Zweijahresabständen aufeinander, um aktuelle und kommende Herausforderungen der maritimen Wirtschaft zu diskutieren. Trotz der hohen Teilnahmegebühr von weit mehr als 2.000 Dollar kamen über 900 Entscheider aus 90 Ländern zusammen, um sich über veränderte Anforderungen und alternative Handlungsweisen in Zeiten der Globalisierung und des Klimawandels auszutauschen. Ziel des IAPH als globale Interessenvertretung der Seehäfen ist es, die Zusammenarbeit ihrer Mitglieder zu fördern und gemeinsam Lösungen für weltweite maritime Probleme zu finden. Diesjährige Ausrichterin, die Hamburg Port Authority (HPA), stellte ihr Konzept des "smartPORT" in den Fokus des Treffens. Im Congress Center Hamburg (CCH) erläuterte HPA-Chef Jens Meier, wie mit Hilfe dieses ausgefeilten, sehr differenzierten IT-gestützten Konzeptes die Infrastruktur des Hamburger Hafens sowohl wirtschaftlich als auch logistisch noch effizienter und nachhaltiger werden könnte. Sowohl die Organisation des Gütertransports, die Lenkung der Warenströme, der Energieverbrauch als auch der Einsatz der Ressourcen sollen so gesteuert werden, dass ein Höchstmaß an Effizienz erreicht wird. Und dies ist gleichermaßen erstrebenswert wie nötig. Hamburgs Hafen gehört zu den größten und bedeutendsten Seehäfen der Welt. Jährlich laufen rund 10.000 Seeschiffe die Hansestadt an. Mit 200 Güterzügen und rund 5.000 Waggons stellt Hamburg den größten Eisenbahnhafen Europas. Zentral, mitten in der Stadt gelegen, nimmt der Hafen rund ein Zehntel der gesamten Stadtfläche ein – und genau diese Lage stellt die Hafenbetreiber vor besondere Herausforderungen. Die direkte Nachbarschaft zu Wohngebieten sowie der mit dem Warenumschlag einhergehende hohe Wirtschafts- und Durchgangsverkehr stellt die Planer vor diverse Probleme. Schließlich sind Straßen, Schienen und Wasserwege im begrenzten Hafengebiet nicht willkürlich ausbaubar, sondern endlich.

Tankermarkt

Lieber in den Tank als in die Tube!

Vom Haargel über Duschbäder bis hin zum Lippenstift, Shampoo und die Körperlotion: Viele dieser Produkte enthalten Mineralöle – und damit gesundheitlich bedenkliche Stoffe. So schreckte eine Untersuchung von Stiftung Warentest Ende Mai dieses Jahres zahlreiche Verbraucher auf. Von den 25 exemplarisch ausgewählten und untersuchten Kosmetik-Artikeln enthielten alle kritische Substanzen. Einige von ihnen wurden sogar als potenziell krebserregend eingestuft: die sogenannten aromatischen Kohlenwasserstoffe (MOAH – Mineral Oil Aromatic Hydrocarbons). Eine endgültige Bewertung dieser auf Mineralöl basierenden Kosmetik-Artikel steht zwar noch aus, dennoch besteht laut der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (Efsa) ein karzinogenes Risiko durch die Aufnahme von MOAH über die Nahrung. Zugegeben, die Wahrscheinlichkeit, dass wir genüsslich Haargel schlecken oder das gut duftende Duschbad austrinken, ist relativ gering. Doch schon bei den Lippenpflegeprodukten in Form von Lippenbalsam oder -stift sieht das ganz anders aus. Denn sie gelangen häufig über den Mund direkt in den Körper. Basieren diese Produkte auf Mineralöl, so ist dies laut Efsa "potenziell besorgniserregend." Im allgemeinen Sprachgebrauch werden mit dem Begriff "Mineralöl" vor allem Treibstoffe wie Benzin, Diesel, Kerosin, Bunkeröl, Heizöl und Schmierstoffe bezeichnet. Doch was macht das Mineralöl eigentlich in den Kosmetik-Artikeln?

Produktentankermarkt

Ein Leben ohne Kohle...

... so lautete eine Headline der Frankfurter Allgemeinen Zeitung im Juni nach dem G7-Gipfel. Gemeint war weniger ein Leben ohne "Moneten, Mäuse, Kröten oder Knete", als vielmehr der vollständige Abschied von fossilen Energieträgern. Das Ziel ist klar, der Weg dorthin lang und steinig. Der Gipfel am 7. und 8. Juni in Elmau galt u.a. auch als Wegbereiter für den im Dezember stattfindenden Weltklimagipfel der Vereinten Nationen in Paris. Die Staatschefs der G7 (USA, Kanada, Deutschland, Frankreich, Italien, Japan und Großbritannien) verhandelten eine Vielzahl an Themen: Debattiert wurde über die Finanzkrise Griechenlands, den Ukraine-Konflikt, die Antibiotikaresistenzen sowie Standards zum Medikamenteneinsatz bis hin zum islamischen Terror. Darüber hinaus stand die Unterstützung Afrikas bei dessen Reformen ebenso zur Debatte wie eine nachhaltige Entwicklungshilfe, um die weltweit ca. 500 Millionen Menschen bis 2030 aus Hunger und Mangelernährung zu retten.