Containerschiffmarkt

Containerumschlag leicht erholt

Ist das Glas nun halb voll? Oder doch eher halb leer? – Statistiken und Untersuchungen bieten, je nach Blickwinkel, unterschiedliche Möglichkeiten für Aussagen. So hat sich der Containerumschlag-Index des Rheinisch-Westfälischen Instituts für Wirtschaftsforschung (RWI) und des Instituts für Seeverkehrswirtschaft (ISL) laut einer Pressemitteilung von Ende Juni von 122,6 auf 121,3 Punkte verringert. Dieser Index-Wert errechnet sich aus den monatlichen Umschlagszahlen von 75 internationalen Häfen, deren Anteil am weltweiten Containerumschlag gut 60% ausmacht. Der aktuelle Wert deute darauf hin, so die Wissenschaftler, dass der Welthandel an Schwung verloren habe. Die Pressemitteilung trägt die Überschrift "Welthandel schwächelt". Gleichwohl bewege sich der Containerumschlag auf hohem Niveau, nur falle die Frühjahrsbelebung in diesem Jahr schwächer aus als üblich, so die RWI-/ISL-Experten. Oder anders ausgedrückt, der Containerumschlag hat sich im Frühjahr verbessert, nur nicht in dem Umfang wie etwa im Vorjahreszeitraum. Der Branchendienst für die Seeschifffahrt Alphaliner hat im Juni den Containerumschlag während des 1. Quartals 2014 in den 30 größten Containerhäfen ausgewertet. Danach hat sich der Gesamtumschlag, ausgehend von einem niedrigen Umschlagplus von 1,3% im letzten Viertel des Jahres 2012 stetig weiter auf ein Plus von 4,7% im Jahresauftaktquartal dieses Jahres verbessert. – Der Report trägt die Überschrift "Steigender Umschlag während des 1. Quartals deutet auf leichte Erholung".

Tankermarkt

Schlagzeilen aus dem Nahen Osten

Die Abkürzung ISIS steht für einen Islamischen Staat im Irak und Syrien beziehungsweise die Organisation, die den Irak, Syrien, Jordanien, den Libanon und Israel zu einem islamischen Staat vereinigen will. Anfang Juni eroberte ISIS Mosul, die zweitgrößte Stadt des Landes, sowie mehrere nördliche Provinzen. Nach den Kriegen im Irak leidet dort die Bevölkerung, ebenso wie wie die Menschen in dem bürgerkriegsgeschüttelten Syrien, unter den Attacken der gewaltbereiten Fundamentalisten. Die Schlagzeilen verdeutlichen die Tragik der Geschehnisse. Neben der humanitären Katastrophe droht das wirtschaftliche Desaster. Die eskalierende Gewalt im Irak bedrohe eine der größten Ölreserven der Welt, schreibt die Nachrichtenagentur AFP. Das Land, Mitglied der Organisation Erdöl exportierender Länder (OPEC), ist nach Saudi Arabien zweitgrößter Öllieferant. Von 91,43 mb/d (Mio. Barrel pro Tag) im Jahr 2013 werde die weltweite Ölnachfrage bis 2019 auf 99,06 mb/d steigen, heißt es im aktuellen "Medium-Term Oil Market Report" der Internationalen Energieagentur (IEA). Während sich danach der Anteil der Lieferungen aus den OPEC-Staaten zwischen 2013 und 2019 von 30,42 mb/d auf 31,0 mb/d nur leicht erhöht, steigen die Produktionskapazitäten in dieser Zeit um 2,08 mb/d – wobei der Löwenanteil von rund 60% von nur einem Land getragen werden soll...: dem Irak. Die Gesamtproduktion des Landes könnte dadurch auf insgesamt 6 mb/d steigen.

Flüssiggastankermarkt

Die WM- und Grillsaison ist eröffnet

"Viel mehr als einfach nur ein Stück Fleisch, viel mehr als einfach nur ein Grill." – Seit dem 4:0-Auftaktspiel der deutschen Fußballnationalelf gegen Portugal freut sich Torschütze Thomas Müller im TV-Spot eines Grill-Fabrikanten in den Halbzeitwerbepausen über sein saftiges Rindersteak. Fußball und Grillen passen einfach hervorragend zusammen – vor allem im Sommer. Was laut Grill-Hersteller ebenfalls hervorragend funktioniert, sind die Modelle mit Gasbetrieb, egal ob kleiner Picknickgrill oder große Grillstation. Stufenlose Hitzeregulierung, einfache Reinigung und geringer Gasverbrauch sprechen für die angepriesene Serie, die natürlich auch von anderen Herstellern angeboten wird. Betrieben werden die Gasgrills mit den handelsüblichen 11-Kilogramm-Flüssiggasflaschen, gefüllt mit Propan, Butan oder deren Gemischen (LPG; Liquefied Petroleum Gas). Der Deutsche Verband Flüssiggas (DVFG) zitiert aus der Studie eines großen Marktforschungsunternehmens, dass in Deutschland jährlichen zwischen Mai und September zwei Millionen Grills verkauft werden. Dominiert der traditionelle Holzkohlegrill die deutschen Terrassen, liegt der Flüssiggas- nach dem Elektrogrill auf Platz drei. Gasgrills sind etwas teurer und daher eher für Profis gedacht.