Containerschiffmarkt

Nur nicht auf Grund laufen!

Noch bevor am vergangenen Montag die aktuellen Umschlagszahlen des Hamburger Hafens vorstellt wurden, ergriff Frank Horch das Wort und stellte fest: "Die Zeit läuft uns davon." Dabei bezog sich Hamburgs Wirtschaftssenator natürlich auf die Elbvertiefung. "Ich möchte heute an alle, denen der Hamburger Hafen am Herzen liegt, appellieren, nach außen hin – gerade auch gegenüber den internationalen Hafenkunden – deutlich zu machen, dass das Projekt zwar noch nicht realisiert werden kann, jedoch auf einem klareren Zielkurs ist als es jemals war." Das eindringlich mahnende Vorwort ließ im Hinblick auf die Zahlen des Hafens Böses ahnen, doch stattdessen gab es (fast) nur Gutes zu berichten. Laut Quartalsbericht des Hafen Hamburg Marketing e.V. (HHM) stieg der Seegüterverkehr in den ersten neun Monaten des Jahres 2014 um 5,7% auf 109,9 Millionen Tonnen. Auch der für Hamburg so wichtige Containerumschlag konnte sich sehen lassen: Mit einem Plus von 6,4% erreichte er mit 7,4 Millionen TEU (Twenty-foot Equivalent Unit = 20-Fuß-Standardcontainer) ein sehr gutes Ergebnis. Nur in den Jahren 2007 und 2008 wurden im gleichen Zeitraum mehr Container umgeschlagen. Treibende Kraft sei, so HHM, vor allem der Asienverkehr: So wurden zweistellige Zuwachsraten im Handel mit China (+12,8%), Malaysia (+10,2%) und Indien (+15,4%) erreicht. Auch der Europaverkehr wuchs in den ersten neun Monaten, wenn auch nur um relativ dezente 2,6%. Einzig im Russlandverkehr sind die Mengen im Vergleich zum Vorjahr mit -5,7% weiterhin rückläufig. Keiner der wichtigen Nordkontinenthäfen hat im Hinblick auf den Containerumschlag so kräftig zugelegt wie Hamburg. Rotterdam und Antwerpen stehen zwar ebenfalls gut da – allerdings betragen die Zuwächse nur 4,2 bzw. 5,0%.

Tankermarkt

Vorsicht, Piraten!

Den Piraten vor der somalischen Küste ist die Lust am Plündern, Entführen und Erpressen vergangen. Seit die EU im Jahr 2008 beschloss, die Gewässer rund um den Golf von Aden nicht mehr sich selbst zu überlassen, ist die Zahl der Übergriffe deutlich gesunken. Doch Gefahr besteht weiterhin. Aus diesem Grund wurde die Operation mit dem Namen "Atalanta" jetzt bis Ende 2016 verlängert. Zu Beginn war es ein hartes Ringen. Als erste der drei Anti-Piraterie-Operationen wurde "Atalanta" im Jahr 2008 ins Leben gerufen. Der Hauptauftrag war, den Schutz humanitärer Hilfslieferungen des Welternährungsprogramms der Vereinten Nationen nach Somalia zu sichern sowie die Handelsschifffahrt im Golf von Aden zu schützen. 2009 schlossen sich die USA mit ihrer "Combined Task Force 151" sowie die NATO mit "Ocean Shield" an. Noch 2011 gab es fast täglich Angriffe, 32 Schiffe wurden gekapert, die Besatzung gekidnappt und Lösegeld erpresst. Die wirtschaftlichen Schäden waren immens. Der Verband Deutscher Reeder bezifferte laut SPIEGEL die Kosten im Jahr 2011, die u. a. durch Lösegelder, Versicherungen oder gefahrene Umwege entstanden sind, auf etwa 5,3 Milliarden Euro. Auch private Sicherheitsfirmen wurden von Reedereien und Charterern angeheuert, offenbar mit Erfolg: "Bislang ist es den Piraten nicht gelungen, ein Schiff mit einem bewaffneten Sicherheitsteam an Bord zu boarden beziehungsweise zu entführen", bestätigte die Bundespolizei Anfang 2013 gegenüber der Zeit. Die gemeinsamen – militärischen wie privaten – Maßnahmen griffen, heute ist die Region (beinahe) sicher. Nur sieben Angriffsversuche gab es in den ersten sechs Monaten des Jahres 2014. Und seit 2012 hätten die Piraten kein einziges Schiff mehr dauerhaft unter Kontrolle bringen können, berichtet Spiegel Online.

Advents-Kombüse

Weihnachts-Kulinarik auf engstem Raum

Festtage mit der Familie, Geschenken und Besinnlichkeit unter dem weihnachtlich geschmückten Baum – für Schiffsbesatzungen rund um den Globus bleibt das oft ein unerfüllter Wunsch. Doch selbst auf engstem Raum können Schiffsköche kleine Wunder vollbringen und einen Hauch Weihnachten auf die Planken zaubern. Wir stellen Ihnen jede Woche bis Weihnachten ein Advents-Rezept aus der Kombüse vor und wünschen viel Spaß und Erfolg beim Backen!

Klebreis-Kuchen